
Ausstellung vom 29. Juni 2026 bis zum 27. September 2026 (im Obergeschoss)
Vernissage am Sonntag, 28. Juni 2026, 18:00 Uhr
Mit Werken von Tina Bara, Wolfgang E. Biedermann, Manfred Butzmann, Carlfriedrich Claus, Fritz Cremer, Wieland Förster, Ingrid Goltzsche-Schwarz, Renate Göritz, René Graetz, Karl-Heinz Jakob, Wilhelm Klotzek, Therese Koppe, Gregor-Torsten Kozik (Schade), Sylvie Kürsten, Toni Florence Mau, Michael Morgner, Alex Müller, Henrike Naumann, Charlotte Elfriede Pauly, David Polzin, Nuria Quevedo, Thomas Ranft, Dagmar Ranft-Schinke, Herbert Sandberg, Elizabeth Shaw, Erika Stürmer-Alex, Hans Vent, Karla Woisnitza u. a.
Kuratiert von Sylvie Kürsten und Susanne Weiß (Institut für Auslandsbeziehungen)
Die Ausstellung im Schloss Biesdorf gewährt anhand der Sammlungen des Zentrums für Kunstausstellungen der DDR, des Instituts für Auslandsbeziehungen und des Museums Utopie und Alltag / Kunstarchiv Beeskow sowie ergänzend mittels Leihgaben der Künstler:innen Einblick in Kosmen, die von einer bemerkenswerten Vielfalt künstlerischer Positionen in der DDR zeugen. In der Auswahl lässt sich ablesen, dass sich trotz staatlicher Kontrolle auch künstlerische Freiräume auftaten. Kosmos zeigt Positionen des Dazwischen und arbeitet Taktiken des Trotzdem heraus. Dabei liegt der Fokus auf dem Nachspüren von Netzwerken, die im Schatten offizieller staatlicher Kulturinstitutionen im Umkreis von Berlin entstanden. Zentrales Bild ist dabei ein runder Tisch, wie er sich in der Arbeit DDR Noir der Nachwende-Künstlerin Henrike Naumann findet.
Kosmos: Agenden, Netzwerke, Freundschaften ist Teil der Ausstellungsreihe „Publik Machen: Zu Arbeit und Wirken des Zentrums für Kunstausstellungen der DDR“. Publik Machen untersucht in sechs Kapiteln die Arbeit des Zentrums für Kunstausstellungen der DDR (ZfK), dessen grafischer Sammlungsbestand 1991 an das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) überging. Das ZfK verband staatliche Kulturpolitik mit internationalem Austausch. Die heutige Auseinandersetzung eröffnet neue Perspektiven auf das Verhältnis von Kunst und Politik. Das Projekt findet in Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus Dresden und der ifa-Galerie Berlin, dem Schloss Biesdorf, dem Kunstverein Ost – KVOST, der Prater Galerie und der Galerie im Turm statt.
Ein Ausstellungsprojekt des ifa – Institut für Auslandsbeziehungen in Kooperation mit der Wüstenrot Stiftung.
Die Ausstellung wird gefördert vom Hauptstadtkulturfonds.


Ausstellung vom 29. Juni 2026 bis zum 27. September 2026 (im Erdgeschoss)
Vernissage am Sonntag, 28. Juni 2026, 18:00 Uhr
Die Ausstellung The Order of Chaos – Die Ordnung des Chaos vereint drei Projekte des deutsch-amerikanischen Künstlers Stefan Roloff (* 1953 in Berlin). Stefan Roloff ist Maler, Videokünstler und Pionier der digitalen Bildbearbeitung in den Bereichen Videokunst, Musikvideo und Fotografie. 1984 arbeitete er auf Einladung des New York Institute of Technology und des Musikers Peter Gabriel an Images II, dem ersten Prototyp computergesteuerter Bildbearbeitung. Mit The Face entwickelte er den Vorläufer für das Musikvideo zu Peter Gabriels Lied Sledgehammer. Gleichzeitig produzierte er Big Fire, eines der ersten von Künstler:innen erarbeiteten digitalen Videos mit Musik von Andrew Cyrille. Stefan Roloff schuf eine Vielzahl von Kurz- und Dokumentarfilmen, die sich durch seinen immer fokussierten Blick unter die Oberflächen auszeichnen. Sein auf Zeitzeugeninterviews basierender Dokumentarfilm Die Rote Kapelle wird seit 2015 in der permanenten Ausstellung des United States Holocaust Memorial Museum in Washington gezeigt. Im Oktober 2026 erscheint sein erster Roman mit dem Titel Durchbrenner bei Rowohlt Berlin.
Das Konzept der in Schloss Biesdorf gezeigten Serie Of Mice and Monuments (2023-25) entwickelte Roloff 1990 nach dem Fall der Berliner Mauer und der darauffolgenden Zerstörung von Statuen der sozialistischen Welt. Auf der farbenfrohen Serie von Tintenstrahldrucken setzen Mäuse sich selbst Denkmäler, bewundern diese und zerstören sie wieder.
Zwei ebenfalls in der Ausstellung zu sehende Installationen nehmen die Form dreidimensionaler Gemälde an: Burnt Mickey (2026) stellt untertäniges Verhalten in einer düsteren, postapokalyptischen Welt dar. Saturn frisst seine Kinder (2026) ist eine Hieronymus-Bosch-artige Szene in irisierenden Farben, die den ewigen Kreislauf von Freiheit und Unterdrückung wie einen Tanz auf einem Pulverfass erleben lässt.
Stefan Roloff lebt und arbeitet in Berlin und New York.
Beide Ausstellungen werden unterstützt durch den Ausstellungsfonds Kommunale Galerien und den Fonds Ausstellungsvergütung der Senatsverwaltung für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt



Permanente Ausstellung seit dem 26. Mai 2025 im Heino-Schmieden-Saal
Vernissage: Sonntag, 25.Mai 2025 von 18:00 bis 21:00 Uhr
Kuratiert von Dr. Oleg Peters
Anlässlich des 650jährigen Jubiläums der ersten urkundlichen Erwähnung Biesdorfs und des 190. Geburtstages von Heino Schmieden und zeigt das Schloss Biesdorf sieben wiederentdeckte Zeichnungen des Schlossarchitekten.
Noch heute prägen die Bauten Heino Schmiedens als bedeutende Kulturdenkmäler das städtische Antlitz Berlins.
Die Zeichnungen des damaligen Studenten entstanden vor 165 Jahren, während einer mehrmonatigen Studienreise durch Frankreich, finanziert durch das Preisgeld des Schinkel-Wettbewerbes. Die Reiseskizzen sakraler Bauten sind nicht nur frühestes Zeugnis seiner künstlerischen Begabung, sie sind auch die einzigen im Original erhaltenen Bildwerke des Architekten. Sie wurden bisher nur ein einziges Mal, anlässlich der Gedenkfeier für den 1913 verstorbenen Ausnahmearchitekten im Vestibül des Kunstgewerbemuseums, dem heutigen Martin-Gropius-Bau, präsentiert.
Der Historiker und Kurator der Ausstellung, Dr. Oleg Peters, entdeckte die Zeichnungen bei seinen langjährigen Forschungen zu Leben und Werk von Heino Schmiedens bei einem Urenkel des Architekten. Dieter Schmieden aus Garmisch-Partenkirchen stellt nun diese einzigartigen Zeugnisse aus der Feder Schmiedens für die Ausstellung im Schloss Biesdorf zur Verfügung.