
Ausstellung vom 17. November 2025 bis zum 27. Februar 2026
Eröffnung: 16. November 2025, 18:00 Uhr, mit einer Performance von Iman Hasbani
Kuratiert von Regina Weiss und Benno Hinkes
Ausstellung im Obergeschoss
Mit: Thomas Eller, Iman Hasbani, Benno Hinkes, Martin Honert, Abdulkarim Majdal Albeik, Wenfeng Liao, Gerenot Richter, Peter Strickmann, Kleopatra Tsali, Evgenija Wassilew, Bignia Wehrli, Regina Weiss
„Was also ist »Zeit«? Wenn mich niemand danach fragt, weiß ich es; will ich es einem Fragenden erklären, weiß ich es nicht.“
Mit diesen Worten fasste der römische Gelehrte Augustinus das Dilemma bereits vor über 1600 Jahren zusammen. Seitdem ist viel Zeit vergangen; und doch hat sich an dem existenziellen Problem, dass Menschen einerseits einem Phänomen ausgeliefert sind, das andererseits nur schwer zu greifen oder zu erklären ist, wenig geändert. Bei den alten Griechen war die Zeit in Gestalt von Chronos ein mächtiger Gott, ein Schöpfer, der die Welt aus dem Chaos befreit, sie also in gewissem Sinne ordnet und dabei doch zugleich: vergänglich macht. Bei dem mexikanischen Volk der Zapoteken begegnet man einem anderen Bild: Hier ist die Zeit ein Ozean, der mit seinen Wellen, Gezeiten und Strömungen permanent in Bewegung ist, sich dabei selbst als Ganzes jedoch nicht fortbewegt.
Die Ausstellung Die Zeit ist ein Ozean nähert sich dem Thema der Zeit aus künstlerischer Perspektive. In ihr sind 12 Positionen versammelt, deren Medien von Zeichnung und Druckgrafik über Skulptur und Rauminstallation bis zu Performance, Sound- und Videoarbeiten reichen. Anliegen der Ausstellung ist es dabei weniger, Werke zu versammeln, die sich explizit mit dem Thema befassen. Vielmehr soll Zeit als solche erfahrbar werden, mittels des Eintauchens in künstlerische Arbeiten, die einen jeweils ganz eigenen Zugang zu zeitlichem Erleben ermöglichen. Dazu nimmt die Ausstellung ihre Besucher:innen mit auf einen kleinen Rundgang, vorbei an unterschiedlichen thematischen Aspekten.
Ergänzt wird die Ausstellung durch eine Video-Lounge, in der filmische Arbeiten präsentiert werden, in denen das Erleben von Zeit eine besondere Rolle spielt.

Ausstellung vom 17. November 2025 bis zum 27. Februar 2026
Eröffnung: 16. November 2025, 18:00 Uhr
Kuratiert von Carola Rümper
Ausstellung im Erdgeschoss
Mit: Vera Lossau, Neak Sophal, Lilla von Puttkamer, Carola Rümper, Sao Sreymao, Sao Sopheak
Das Projekt may day präsentiert das Netzwerk deutscher und kambodschanischer Künstlerinnen und Kuratorinnen. Die interkulturelle Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Künstlerinnen begann 2022. Seitdem wurden an unterschiedlichen Orten in Berlin (Deutschland) und Phnom Penh (Kambodscha) Projekte und Ausstellungen realisiert. Das Netzwerk wurde gegründet, um einen nachhaltigen Austausch zu etablieren. Kulturelle Unterschiede fließen in die diskursive, künstlerische Auseinandersetzung mit ein. Ein wichtiger Schwerpunkt des Netzwerkes ist die Realisation von Projekten in beiden Ländern.



Ausstellung vom 26. Mai 2025 an im Heino-Schmieden-Saal
Vernissage: Sonntag, 25.Mai 2025 von 18:00 bis 21:00 Uhr
Kuratiert von Dr. Oleg Peters
Anlässlich des 650jährigen Jubiläums der ersten urkundlichen Erwähnung Biesdorfs und des 190. Geburtstages von Heino Schmieden und zeigt das Schloss Biesdorf sieben wiederentdeckte Zeichnungen des Schlossarchitekten.
Noch heute prägen die Bauten Heino Schmiedens als bedeutende Kulturdenkmäler das städtische Antlitz Berlins.
Die Zeichnungen des damaligen Studenten entstanden vor 165 Jahren, während einer mehrmonatigen Studienreise durch Frankreich, finanziert durch das Preisgeld des Schinkel-Wettbewerbes. Die Reiseskizzen sakraler Bauten sind nicht nur frühestes Zeugnis seiner künstlerischen Begabung, sie sind auch die einzigen im Original erhaltenen Bildwerke des Architekten. Sie wurden bisher nur ein einziges Mal, anlässlich der Gedenkfeier für den 1913 verstorbenen Ausnahmearchitekten im Vestibül des Kunstgewerbemuseums, dem heutigen Martin-Gropius-Bau, präsentiert.
Der Historiker und Kurator der Ausstellung, Dr. Oleg Peters, entdeckte die Zeichnungen bei seinen langjährigen Forschungen zu Leben und Werk von Heino Schmiedens bei einem Urenkel des Architekten. Dieter Schmieden aus Garmisch-Partenkirchen stellt nun diese einzigartigen Zeugnisse aus der Feder Schmiedens für die Ausstellung im Schloss Biesdorf zur Verfügung.