Demnächst

Ausstellungen 2019 (Übersicht)

 

 

COLLECT, SELECT, SAY GOOD-BYE

sammeln, auswählen, loslassen

Arbeiten von Kathrin Sohn, Burchard Vossmann, Ila Wingen, Sophie Tiller, Almud Moog, Doris Hinzen-Röhrig und Susanne Piotter

Ausstellung vom 08.04.2019 – 07.06.2019
Vernissage am 07.04.2019, 18:00 Uhr

Ererbt, gekauft, erschaffen oder auch leidenschaftlich gesammelt, ein Durchschnittshaushalt besitzt im Laufe seines Lebens angeblich 10.000 Gegenstände. Eine erstaunliche Zahl, die gleichwohl deutlich macht: Wir sammeln Dinge an, wir wählen sie aus – und lassen sie los, früher oder später. Eine klassische Sammlung skurriler Objekte, ein ererbter Künstlernachlass, Bilderfluten in sozialen Medien, das ständige Anwachsen des eigenen künstlerische Werkes, aber auch sogenannte  Staubfänger und globale Müllansammlungen sind inhaltliche Ansätze der jeweiligen künstlerischen Arbeiten der Ausstellung im Obergeschoss des Schloss Biesdorf. Dinge zu  bewahren, zu transformieren, zu verschenken oder zu entsorgen verlangt individuelle Entscheidungen. Was macht Dinge für Menschen wertvoll oder wertlos? Diesen Fragen gehen die Künstlerinnen und Künstler der Ausstellung in Installationen, Objekten, Fotografien und Zeichnungen nach. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

 

MaHe inside

Fotografien von Gerhard Westrich

Ausstellung vom 08.04.2019 – 07.06.2019
Vernissage am 07.04.2019, 18:00 Uhr

Der Fotograf Gerhard Westrich porträtierte in den vergangenen Monaten zahlreiche Menschen im Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Er suchte nicht den repräsentativen gesellschaftlichen Querschnitt, sondern die persönlichen Geschichten und Stimmungen.

Ergänzt durch kurze Statements der Porträtierten, zeigt die Ausstellung „MAHE inside“  im Erdgeschoss des Schlosses eine Auswahl der entstandenen Fotografien. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, finanziert durch die Stiftung Kulturwerk der VG Bild-Kunst.

 

Aktuelle Ausstellungen

Fernwärme

Marzahn Hellersdorf Fotografische Positionen
Ein Projekt der Ostkreuzschule für Fotografie und des Bezirksamtes
Marzahn-Hellersdorf anlässlich des 40jährigen Bezirksjubiläums.

Ausstellung vom 17.02. – 29.03.2019
Finissage am 29.03.2019 von 18:00 bis 22:00 Uhr

Ab März 2018 waren 20 Studierende der Ostkreuzschule, die als eine der renommiertesten Ausbildungseinrichtungen für Fotografie in Deutschland gilt, in Marzahn-Hellersdorf unterwegs. Statt Imagefotos sollte mit dem Blick und der Sichtweise junger Fotografinnen und Fotografen ein ehrliches Porträt des Bezirkes entstehen. Ein halbes Jahr lang durchstreiften sie den Bezirk mit ihren Kameras, lernten Menschen und Plätze kennen. Sie erarbeiteten ein Fotoporträt des Bezirks aus Anlass seines 40-jährigen Bestehens, das nun ab dem 16. Februar 2019 im Schloss Biesdorf den kulturellen Auftakt für dieses Jubiläum in Form einer großen Fotoausstellung unter dem Titel „Fernwärme“ bildet.

Bedient wurden alle Genres der Fotografie, vom Architekturbild bis zum Porträt. Die FotografInnen mussten niemandem zu Gefallen sein, keinen Kunstmarkt bedienen, keine Werbefläche bespielen, keine Elendsreportage bebildern. Sie konnten Dokumentaristen sein, Finder, Erzähler, Träumer. Und deswegen sind diese Bilder so besonders geworden, so neu, so anders, so ehrlich und genau. Ihre Arbeiten, die auf Klischees und Stereotype verzichten, wurden von den Lehrern der Fachklassen, Maria Sewcz und Tobias Kruse, betreut. In Zusammenarbeit mit Karin Scheel, der künstlerischen Leiterin von Schloss Biesdorf, kuratierte und betreute Ludwig Rauch als Projektleiter die Ausstellung. Zur Eröffnung erscheint unter der Redaktion von Dr. Oleg Peters dieser durch die Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW ) geförderte Katalog, dessen Druck freundlicherweise die Vattenfall Wärme Berlin AG übernahm.

Der Eintritt ist frei.

Vernissage: 16. Februar 2019 // 18:00-23:30 Uhr
Wir laden herzlich ein zur Eröffnung der Ausstellung. Außerdem Book Launch von "NY Edited. Belonging".

 

Präsentation des Kunstarchivs Beeskow - Demnächst

Grafik zu Liedern der Französischen Revolution

Ein Mappenwerk aus dem Bestand des Kunstarchiv Beeskow

Ausstellung vom 25.03. – 03.06.2019

1988 gibt der Verband der Bildenden Künstler der DDR eine Grafikmappe in Auftrag, die zum 200. Jahrestag der Französischen Revolution erschein soll. Warum, so könnte man fragen, wird eben jenes historische Ereignis gewählt, welches so ambivalent ist und eine komplexe Deutungsgeschichte mit sich führt. Die Herausgeber der Grafikmappe hatten einen spezifischen Aspekt im Blick: So betont der Kunstwissenschaftler Peter Pachnicke im beiliegenden Text die „sinnliche Überzeugungskraft“ der Menschen, die auf den Straßen von Paris um Anerkennung rangen. Dieses dort beschworene Pathos ist in den Grafiken der 16 Künstler, die je ein Blatt beitrugen, allerdings nicht zu sehen.

1989 erscheint „Grafik zu Liedern der Französischen Revolution“  mit der Beilage einer Schallplatte mit insgesamt 21 von Dieter Süverkrüp gesungen Liedern, deren Texte aus der Zeit der Französischen Revolution stammen. Und auch wenn sich die Grafiken mit ihren Titeln auf jene Kampf- wie Liebeslieder beziehen, so spiegeln diese selten die Atmosphäre der Bilder. Hier begehrt kein Volk auf. In düsteren Visionen zeigen die Künstler in Lithografien, Radierungen, Aquatinta und einem Siebdruck, zweifelnde Figuren, Massen, die erneut von einem König unterdrückt werden und die Fratzen von zweifelhaften „Erben“, die bedrohlich nach vorn schreiten. Schwarz bestimmt viele der Kompositionen, seien es feine, zerbrechliche Arrangements oder mit dickem Strich geformte Figuren. Selbst die farbigen Blätter in diesem Kompendium sind ergriffen von dieser Drastik. Jener spannungsreiche Kontrast zwischen der Interpretation der Auftraggeber und den Interpretationen sowie Umsetzungen der Künstler, öffnet auch einen Blick auf den nunmehr historischen Moment 1989.

Mit Arbeiten von Ulrich Hachulla, Karl-Georg Hirsch, Joachim Jansong, Joachim John, Rolf Kuhrt, Werner Liebmann, Gerd Mackensen, Reinhard Minkewitz, Rolf Münzner, Ronald Paris, Volker Pfüller, Otto Sander, Stefan Thomas Wagner, Frank Wahle, Trak Wendisch und Winfried Wolk.

Der Eintritt ist frei.

Eröffnung: 24. März 2019 // 14 Uhr